Die gebräuchlichen Handbohrmaschinen fassen Bohrer von 1 bis 13 mm Schaftdurchmesser; man verwendet für die auszuführenden Holzarbeiten Spiralbohrer, Zentrumsbohrer, Forstner– Bohrer oder Schlangenbohrer.
Beim senkrechten Bohren nimmt man den Hauptgriff in die Faust und presst die Brust dagegen; so wird genügend Druck auf den Bohrer ausgeübt. Handbohrmaschinen haben Dreibackenfutter und halten daher auch zylindrische Schäfte. Handbohrmaschinen braucht man kaum zu warten. Sie brauchen nur hin und wieder einen Tropfen Öl an die Zahnräder, in das Futter und in eventuelle Schmierlöcher.
Ein Splittern des Holzes beim Austreten des Bohrers kann vermieden werden, indem man bohrt, bis der Bohrer gerade durchbrechen will, dann das Werkstück umdreht und das Loch von der anderen Seite vollends durchbohrt. Der Ansatzpunkt für den Bohrer ist das Loch, das die durchtretende Bohrerspitze hinterlässt.
Das Bohren auf eine bestimmte Tiefe gelingt am besten mit einem Tiefensteller. Man kann diese Bohrhilfe kaufen oder aus einem Stück Holz oder Gummischlauch selber machen. Oft genügt aber auch schon Isolierband, das man um den Bohrer klebt.
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Anleitung zum selber bauen aus Holz
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weitere grundlegende Arbeitstechniken

Das Bohren
Das Nageln
Beim Bohren ein Holz hinter legen um ein Ausreissen zu vermeiden Schräg bohren mit Hilfe eines Keils Auch beim Bohren immer auf festen Halt achten Schärfen eines Schlangenbohrers mit der Dreikantfeile Schärfen eines Spiralbohrers am Schleifbock Ausrissfreies Bohren in Holz
Bei Verbindungen durch Nägel sind einige Regeln zu beachten.
Das Schrauben
Kleinere Nägel ansetzen Überstehende Nägel in Faserrichtung umschlagen Bei Hirnholzverbindungen die Nägel schräg einschlagen Nagelköpfe versenken mit dem Senkstift Hilfslatte zum herausziehen von Nägeln Richtige Hammerführung: Hammer Ansetzen und Nagel Einschlagen
Die Schraubenverbindung hat gegenüber dem Nageln den Vorteil, dass sie haltbarer ist; im Unterschied zu verleimten Teilen lässt sie sich auch wieder lösen.
Bei Schraubenverbindungen muss man beachten:
Schrauben mit dem Drillschraubendreher Auch für schwierige Stellen der Drillschraubendreher
Feilen und Schleifen
Feilen und Raspeln werden für gröbere Arbeiten benutzt. Vor allem für Rundungen und abgeschrägte Ecken. Man sollte sie niemals ohne Griff einsetzen, da die Angel gefährlich ist und leicht die Hand durchbohren kann. Diagonal führen.
Für Schabhobel gibt es nur wenige Einsatzmöglichkeiten, doch eignen sie sich sehr gut für kleine, gekrümmte Holzstücke. Sie sind dem Putzhobel vergleichbar, aber viel schwerer zu kontrollieren. Glättet man Kurven mit dem Schabhobel, empfiehlt es sich, immer der Maserung kurvenabwärts zu folgen.
Nach dem Formen und Hobeln muss das Holz zumeist noch geschliffen werden, bevor es versiegelt werden kann.
Schleifmittel mit einer Unterlage aus Papier, Gewebe oder Metall sind nach dem Grad ihrer Körnung klassifiziert, die von 800 (sehr fein) bis 12 (sehr grob) reichen kann. Die Schleifpartikel können mit verschiedener Dichte aufgebracht sein; je geringer diese ist, desto besser schleifen sie, da sie sich nicht so schnell mit Staub zusetzen.
Das Schleifpapier wird immer nur längs der Faser geführt. Man beginnt die Arbeit mit groben Körnungen und geht dann zu mittleren und feinen über.
Elektrische Schleifmaschinen ersparen beträchtliche Arbeit beim Glätten. Sie müssen eingeschaltet werden, bevor man sie aufs Holz aufsetzt. Die Bandschleifmaschine ist ein schweres Gerät, mit dem grobe Oberflächen rasch bearbeitet werden können. Ein Schwingschleifer ist sehr viel leichter und eignet sich vor allem für feinen Oberflächenschliff. Schleifwalzen verwendet man bei Höhlungen oder schwierig geformtem Holz.
Ecken von Holz mit der Raspel abrunden Rundungen mit der Feile nacharbeiten Kanten schleifen Vertiefungen im Holz nacharbeiten Holzklotz als Hilfsmittel zum Schleifen Flächen von Holz glätten
Metallart:
Verbindungen, die der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, müssen rostfreie Schrauben (Messing, verchromte Stahlschrauben, Nicht rostende Schrauben) erhalten. Sie können auch entsprechend versenkt und durch Kitt oder aufgeleimte Holzplättchen verdeckt werden.
Größe:
Dicke und Länge hängen vom Zweck ab. Zu dicke Schrauben erfordern umfangreiches Vor- bohren, wo sonst das Holz spalten kann. Zu lange Schrauben stehen vor, zu kurze reißen aus. Als Richtwert gilt: Zwei Drittel des Gewindes (ab Spitze) müssen im unteren Teil der Verbindung stecken.
Form:
Meist werden Senkholz- und Halbrundholzschrauben (= Flachkopf- und Rundkopfschrauben) verwendet- Halbrundholzschrauben wählt man nur dann, wenn der Kopf auf der Oberfläche vorstehen darf.
Vorbohren, Versenken:
Die Löcher für kleinere Schrauben vorstechen, für dickere vorbohren. Der Durchmesser des Bohrers muss etwas kleiner als der Schraubendurchmesser sein. Bohrlochtiefe: bis zu zwei Drittel der Schraubenlänge; bei Hartholz etwas mehr. Bei Vorbohren mit Spiralbohrer empfiehlt sich, zwei Bohrer mit verschiedenem Durchmesser zu verwenden. Die Köpfe von Senkholzschrauben werden versenkt. Das Aufreiben geschieht mit dem Krauskopf (Versenker), oder einem größeren Spiralbohrer.
Eindrehen:
Etwas gefettete, geölte oder über Seife gezogene Schrauben »gehen« leichter. Der Schraubendreher muss dem Schraubenschlitz entsprechen. Nicht verdeckte Schraubenköpfe dreht man so, dass alle Schlitze in Faserrichtung weisen. Eingeschlagene Schrauben halten nicht.
Ausdrehen:
Nicht eingerostete Schrauben lassen sich mit dem Umsteckschraubendreher ausdrehen. Sitzen sie zu fest, oder ist der Kopf beschädigt, kann man sie mit dem Durchschlag, dem Beitel oder durch Ausbohren entfernen. Auch Erhitzen mit dem Lötkolben ist erfolgreich.
Länge:
Die Nagellänge soll im allgemeinen das Zweieinhalbfache bis Dreifache der Brettdicke betragen. Für 20-mm-Bretter 50-mm-Nägel.

Vorbohren:
Bei Hartholz und an Außenkanten empfiehlt sich Vorbohren bis zur Hälfte der Tiefe; Bohrerdurchmesser = Nageldurchmesser. Besteht Gefahr des Spaltens, kann das Holz eingespannt werden; bei außensitzenden Nägeln nagelt man häufig vor dem Beschneiden. Auch das Stauchen der Nagelspitze vermindert die Spaltgefahr.

Versenken:
Das Versenken, d. h. Einschlagen bis etwa 3 mm unter die Oberfläche, gibt den Nageln festeren Halt und schützt vor Verletzungen, es erfolgt mit einem Durchschlag (Senkstift) oder einem großen Nagel.

Umschlagen:
Hervorstehende kurze Nagelspitzen sind in Längsrichtung der Faser umzuschlagen. Eine größere Festigkeit der Verbindung lässt sich durch entsprechend längere Nägel erreichen; die etwa 10 bis 20 mm hervorstehenden Spitzen werden krampenartig und quer zur Faser umgebogen (über einem Schraubenzieher, der Axt einem dicken Nagel usw.) und ins Holz eingeschlagen. Am Ende einer Kante erfolgt das Umschlagen nach innen.

Nageln auf Zug:
Soll zwischen den Brettern kein Raum bleiben, stehen die Nägel auf Zug; man schlägt sie in Richtung zur Fuge ein. Das geschieht auch, wenn die Bretter durch Keile oder Zwingen zusammengepresst worden sind. Das Randbrett erhält einen Nagel mehr. Die Schrägstellung der Nägel ist besonders bei Hirnholz wichtig.
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